Ein Pferdekind

Und auf einmal war er da!

Es war Freitag Abend,was macht man nur am Wochenende, das war die Frage… Etwas mit der Familie unternehmen? -das hört sich doch super an, ja das ist der Plan. Also fällt der Griff zum Telefon und wir überlegten was wir machen könnten, weit wo raus fahren? Dazu war die Motivation nicht da… was nun?
In Riem sind bayrische Meisterschaften, das hört sich doch gut an, für die kleine Schwester ein Highlight, da die Volti Gruppen (Turnen auf dem Pferd) auch ihr bestes geben und die kleine dieses Hobby verfolgt… perfekt, könnte Interessant werden. Der Plan steht.

So brachen wir gemeinsam mit unserem Vater auf … ab nach Riem.
Angekommen enteckten wir, dass im Rahmen der bayrischen Meisterschaften die Elitefohlenauktion am Abend ausgetragen wird….Intressant… bisschen Baby schauen ist ja immer schön. So schlenderten wir durch das Stallzelt, -von Box zu Box, eins niedlicher als das andere, die Leute sammelten sich nur so vor den Boxen, es wurde wild mit den Züchtern gesprochen, die bereitwillig alle Informationen zu den Nachwuchs-Stars herausgeben.
Und da war er, der kleine Schwarze, der seelen ruhig im Stroh lag, im das getummel so überhaupt nicht Interessierte. Vorsichig hebter er mal das Köpfchen um zu sehen ob Mutti noch da ist… und da war er da, dieser kurze Moment, als dieser kleine Zwerg mir in die Augen sah!
Und so war klar, wenn es einer werden sollte, dann er, aber ein Pferd jetzt? Nein das käme aktuell nicht in Frage, doch das Herz sagte ja!

So zogen wir weiter und schauten div. Prüfungen an und doch mussten wir immer wieder bei dem kleinen vorbei schauen, der die meiste Zeit tief und fest im Stroh schlummerte.

Dann war sein Auftritt, dieser kleine schwarze Hengst betrat den Rasen und strampelte ganz unbefangen vor sich hin, eng an Mamas Bauch gedrückt und doch voller neugier was um ihn herum passiert, drehte er seine Runden.
Zu dem Zeitpunkt war es völlig um mich geschehen und die rosarote Brille hatte mich!

Weitere Stunden erkundigen wir die Veranstaltung, vom Springplatz in die große Olympia Halle um den Turnern zu zu sehen und dann huschten wir wieder einen Blick bei dem Zwerg… nun war es auch um meine kleine Schwester geschehen die ab da nur noch von UNSEREM Fohlen sprach (unser Vater schon etwas angenervt, zwei verrückte Pferdemädchen die auf Wolke sieben schwebten… er war MACHTLOS!)

Um halb acht, war es dann so weit, ein Fohlen nach dem anderen kam unter den Hammer, ein entzückender als das andere, doch dann kam er, der kleine zierliche Mann, ganz stolz trabte er neben seiner Mama her um ihn herum wurde Laut gefeilscht… und dann… der Weltbeste Papi, ergab er sich seinem Schicksal und machte seine beiden Mädchen zu zwei glücklichen Fohlenbesitzern.

Tränen der Freude kullerten über die Wangen.

„Unverhofft verliebt, Mädels hier bin ich!“

Von einen Tag auf den anderen, nimmt dieser kleiner Mann nun einen ganz großen Platz in unserem Leben ein.

Auf eine wundervolle Zukunft kleiner Funkel Stern


1 Response to Ein Pferdekind

  1. Steffi sagt:

    Herzlichen Glückwunsch.

    Auf Eurem weiteren Weg wünsche ich Euch ganz viel Gesundheit und Glück.

    Tolle Worte, man kann sich schön in diese Momente einfinden und erlebt sie mit eigenen Bildern!
    Ich fände es schön hier öfter etwas von dem kleinen Mann zu lesen.

    Viel Freude auf diesem ganz besonderem Abenteuer!

    Liebe Grüße aus Münster
    Steffi

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